Gina Tricot wurde 1997 von Jörgen und Annette Appelqvist im schwedischen Borås gegründet und hat sich zu einer führenden Damenmode-Marke mit einer starken Präsenz in fünf europäischen Ländern und einem ausgedehnten Online-Angebot auf über 30 internationalen Märkten entwickelt. Mit rund 1.600 Mitarbeitern – und mehr als 90 % Frauen – verbindet das Unternehmen skandinavische Wurzeln mit einem globalen Modeverständnis.
Das Fundament legen: Menschen, Produkt und Planet
Gina Tricot hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben, weil sie seit langem die erheblichen ökologischen und sozialen Auswirkungen der Modeindustrie erkannt hat. Motiviert durch den Wunsch, die negativen Auswirkungen auf die Menschen und den Planeten zu reduzieren, hat Gina Tricot seine Nachhaltigkeitsarbeit kontinuierlich ausgeweitet und ist nun auf die Säulen People, Product und Planet ausgerichtet. Diese Säulen dienen als Richtschnur für strategische Maßnahmen und Ziele, darunter die Halbierung der Klimaemissionen bis 2030 mit dem Basisjahr 2021, in Übereinstimmung mit der Science-Based Targets Initiative.
„Um dies zu unterstützen, haben wir einen detaillierten Fahrplan zur Reduzierung des Klimawandels entwickelt, der die wichtigsten Maßnahmen in Bereichen wie erneuerbare Energien, nachhaltige Materialien und Logistik beschreibt. Unser Nachhaltigkeitsansatz wird durch zunehmende regulatorische Anforderungen wie die CSRD und den europäischen Green Deal weiter gestärkt, auf die wir uns proaktiv durch Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Initiativen zur Kreislaufwirtschaft vorbereiten.“
Das Risikomanagement bei Gina Tricot wird durch eine strukturierte, doppelte Wesentlichkeitsbetrachtungangegangen. Dabei werdensowohl die Auswirkungen des Unternehmens auf die Menschen und die Umwelt berücksichtigtals auch die Frage, wie sich Nachhaltigkeitsthemen auf die finanzielle Leistung auswirken können. Zu den laufenden Maßnahmen zur Risikominderung gehören regelmäßige Sozialaudits, ausführliche Fabrikbesuche und die Teilnahme an Schulungen für verantwortungsvolle Beschaffung und Lieferanten. Gina Tricot unterhält auch interne Systeme zur Meldung von Vorfällen und zur Meldung von Missständen. Nachhaltigkeitsbezogene Risiken werden vom Vorstand kontinuierlich überwacht, um die Übereinstimmung mit internen Zielen und externen Anforderungen sicherzustellen.
Die amfori Partnerschaft: Ein Jahrzehnt des Fortschritts
Die Beziehung von Gina Tricot zu amfori begann im Jahr 2011, als das Unternehmen die amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative) einführte, um die Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und Transparenz in seiner gesamten Lieferkette zu stärken. Seitdem, amfori BSCI eine zentrale Rolle in der sozialen Compliance-Strategie des Unternehmens, insbesondere in den Tier-1-Produktionseinheiten.
Der Ansatz verbindet Audits durch Dritte mit direktem Engagement: häufige Besuche in den Fabriken, Schulungen der Lieferanten und Gespräche vor Ort ergänzen die Ergebnisse der Audits. Diese Mehrzweckstrategie trägt dazu bei, ein lebendiges Bild der Bedingungen bei den Zulieferern zu erhalten, um laufende Verbesserungen zu unterstützen und eine Kultur der gemeinsamen Verantwortung zu fördern.
„amfori BSCI sorgt für die Transparenz und Glaubwürdigkeit, die wir auf Standortebene brauchen“, sagt ein Vertreter von Gina Tricot.
Neue Lösungen erforschen: amfori ESG Risk Compass und amfori Speak for Change in Aktion
Während amfori BSCI ist zwar nach wie vor die wichtigste Lösung, aber Gina Tricot hat damit begonnen, weitere Lösungen von amfori zu prüfen, um seine Sorgfaltspflichten zu vertiefen, insbesondere im Zusammenhang mit der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) und seiner eigenen doppelten Wesentlichkeitsprüfung im Jahr 2024.
Eine der vielversprechendsten Lösungen ist amfori ESG Risk Compass. Obwohl sie noch nicht vollständig integriert ist, hat Gina Tricot sie genutzt, um das Bewusstsein für soziale Risiken in seiner Lieferkette zu schärfen. Die Einblicke des Dashboards auf Länderebene erweisen sich als wertvoll, um systemische ESG-Risiken zu identifizieren und Bereiche für Folgemaßnahmen zu priorisieren.
„Wir sehen ein großes Potenzial für amfori ESG Risk Compass zu ergänzen amfori BSCI effektiv zu ergänzen“, stellt das Unternehmen fest. „Während amfori BSCI bietet durch Sozialaudits standortspezifische Einblicke, amfori ESG Risk Compass einen breiteren Blick auf die Länderebene und ermöglicht es uns, systemische Risiken früher zu erkennen.“
Gina Tricot nutzt das Dashboard derzeit nur zu Sondierungszwecken. Es besteht jedoch die klare Absicht, die Rolle des Dashboards in allen Risikomanagementprozessen auszuweiten und es enger mit der CSRD-bezogenen Berichterstattung und Planung abzustimmen. Parallel dazu macht Gina Tricot auch Gebrauch von amfori Speak for ChangeGina Tricot wendet den Beschwerdemechanismus für die Lieferkette selektiv an den relevanten Standorten an.
Warum die Partnerschaft wichtig ist
In einer Zeit, in der die Vorschriften immer komplexer werden und die Erwartungen der Stakeholder steigen, helfen Partnerschaften wie die mit amfori Marken wie Gina Tricot, proaktiv und informiert zu bleiben. Von der Risikoermittlung, -bewertung und -minderung bis hin zum Aufbau von Kapazitäten bieten die Lösungen von amfori ein flexibles und sich weiterentwickelndes Instrumentarium, um ökologischen und sozialen Herausforderungen direkt zu begegnen.
„Nachhaltigkeit ist komplex und schnelllebig, vor allem in der Mode“, meint ein Sprecher von Gina Tricot. „amfori gibt uns Struktur, Einblick und ein Netzwerk, um mit Klarheit voranzukommen.“