Organisationen fordern einen sinnvollen und angepassten EU-Rahmen für die Sorgfaltspflicht

Organisationen fordern einen sinnvollen und angepassten EU-Rahmen für die Sorgfaltspflicht
Read the press release
Download

Brüssel, Donnerstag 25. September 2025 – Heute haben neun Organisationen – darunter amfori, Cascale, Ethical Trade Initiative (ETI), Ethical Trade Norway, Ethical Trade Sweden, Fair Labor Association, Fair Wear Foundation, Green Button und das Social & Labor Convergence Program (SLCP ) – die zusammen über 8.000 Mitgliedsunternehmen und angeschlossene Organisationen vereinen, eine gemeinsame Erklärung im Vorfeld der bevorstehenden EU-Verhandlungen über den EU-Omnibus-Vorschlag veröffentlicht.

Vereinfachung darf Standards nicht gefährden

Auf der Grundlage ihrer umfangreichen Erfahrungen mit verantwortungsvollen Praktiken in der supply chain fordern diese Organisationen die politischen Entscheidungsträger der EU auf, dafür zu sorgen, dass bei den Bemühungen um eine Vereinfachung des EU-Rahmens für die Sorgfaltspflicht und die Berichterstattung im Bereich der Nachhaltigkeit die Angleichung an internationale Standards erhalten bleibt. Dazu gehören die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die ILO-Konventionen.

Eine risikobasierte Due-Diligence-Prüfung ist wirtschaftlich sinnvoll, da sie es ermöglicht, Maßnahmen dort zu priorisieren, wo sie am wichtigsten sind“, heißt es in der Erklärung. „Sie ermöglicht es Unternehmen, Risiken zu priorisieren und sie somit effektiv zu managen, widerstandsfähige Lieferketten aufzubauen und einen sinnvollen Beitrag zu den klima- und sozialpolitischen Zielen der EU zu leisten.“

Wichtige Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträger der EU

  • Verankerung eines risikobasierten Ansatzes

Ein risikobasierter Ansatz sollte die Grundlage der Sorgfalts- und Berichtspflichten bilden. Dies ermöglicht es Unternehmen, die schwerwiegendsten und wahrscheinlichsten Risiken für Mensch und Umwelt zu priorisieren, anstatt ein Einheitsmodell anzuwenden.

  • Stärkung der Zusammenarbeit über die supply chain hinweg

Geben Sie den Unternehmen die Möglichkeit, über die gesamte supply chain hinweg eng mit ihren Lieferanten zusammenzuarbeiten. Die Abkehr von einer starren Obergrenze wird Transparenz, verantwortungsvolle Geschäftspraktiken und eine sinnvolle Einbeziehung der Stakeholder fördern.

  • Sicherstellung von Rechtssicherheit und politischer Stabilität

Klare, stabile Regelungen sind für Unternehmen unerlässlich, um zu planen, zu investieren und mit globalen Partnern vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.

Verpflichtung zu verantwortungsvollem Geschäftsgebaren

Die Unterzeichner bekräftigen ihr Engagement für die Förderung eines verantwortungsvollen Geschäftsgebarens in globalen Lieferketten. Sie sind der Meinung, dass eine Vereinfachung der Sorgfaltspflicht und der Berichterstattungsanforderungen erreicht werden kann, ohne den Geist der internationalen Standards zu beeinträchtigen. Die Gruppe ist bereit, die EU-Institutionen bei der Ausarbeitung eines ehrgeizigen, risikobasierten und zweckmäßigen Rahmens zu unterstützen.

Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter press@amfori.org

Informationsschreiben
Erhalten Sie die neuesten Updates von amfori in Ihrem Posteingang!
Jetzt abonnieren